Glossar

Akupunktur

Konzept und Wirkung

Die Akupunktur ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), einem seit über 2000 Jahren bewährtem Behandlungssystem. Die TCM geht davon aus, dass die Lebensenergie (Qi) des Menschen entlang des Körpers in Bahnen, den sogenannten Meridianen, fließt. Auf den 12 Hauptmeridianen finden sich über 360 Akupunkturpunkte, die während der Akupunktur (lat. acus = Nadel, pungere = stechen) mit Hilfe von dünnen Nadeln stimuliert werden.

Das „Nadeln“ der genau definierten Akupunkturpunkte aktiviert und stärkt die körpereigenen Selbstheilungskräfte und hilft so, die Gesundheit zu erhalten bzw. Krankheiten zu lindern oder zu heilen. Die Wirkungen der Akupunktur auf den Körper sind vielschichtig. Wissenschaftlich nachgewiesen (s. u.) werden konnten z. B. eine positive Beeinflussung des Nerven-, Hormon- und Immunsystems, der Durchblutung u. v. m. Die von den Nadeln ausgehenden Nervenreize hemmen beispielsweise die Weiterleitung von Schmerzsignalen, führen zu einer vermehrten Ausschüttung körpereigener schmerzhemmender Substanzen (Endorphine), wirken mit Hilfe von ausgeschütteten Botenstoffen (Neurotransmittern) auf entfernt gelegene Organe und entspannen das Gefäßsystem, das Bindegewebe und die Muskulatur.

Besonders erfolgreich wird die Akupunktur auch in Kombination mit anderen chinesischen Therapieverfahren wie chinesische Arzneimitteltherapie, Moxibustion, chinesischer Ernährungstherapie, Tuina, Tai Qi und Qi Gong eingesetzt.

Neben der hier beschriebenen chinesischen Akupunktur mit Nadeln gibt es zahlreiche Sonderformen. Dazu zählen z. B. auf bestimmte Körperareale begrenzte Formen wie z. B. die Ohrakupunktur nach Nogier/Bahr, die japanische Akupunktur, die koreanische Handakupunktur oder die Schädelakupunktur nach Yamamoto.

Darüber hinaus gibt es „nadellose Varianten“ zur Stimulation von Akupunkturpunkten wie die Elektoakupunktur nach Voll (EAV), die Laserakupunktur, die Farbakupunktur, die Akupunktmassage nach Penzel, die Akupressur, Tuina oder die Moxibustion.


Anwendung
Eine Akupunktursitzung (ohne Diagnosezeit) dauert ca. 20 bis 30 Minuten, manchmal auch länger, bei Kindern (abhängig vom Alter) max. 20 Minuten. Der Patient sitzt oder liegt ruhig und entspannt. Meistens werden sterile Einmal-Nadeln aus Stahl verwendet, die besonders dünn und fein sind. Möglich sind aber je nach Behandlungsziel auch Gold- oder Silbernadeln, die nach jeder Anwendung sterilisiert werden. Abhängig von der vorherigen, ausführlichen Diagnose (häufig Zungen- oder/und Pulsdiagnose) können pro Sitzung bis zu 15 Nadeln, in Sonderfällen auch mehr, verwendet werden. Die Anzahl der Behandlungen richtet sich ebenfalls nach der Diagnose, i. d. R. reichen ca. 10-15 Sitzungen.

Colon Hydro Therapie

Bei der Colon-Hydro-Therapie wird der Dickdarm mit Wasser durchgespült und dabei gründlich gereinigt. Die natürliche Darmbewegung soll wieder hergestellt und mögliche Ablagerungen beseitigt werden. Erfolge in Gestalt verschwundener Darmbeschwerden sind nach mehreren Sitzungen (deren Anzahl individuell variiert) keine Seltenheit.Dickdarmspülungen (Einläufe) waren schon im Altertum üblich, um insbesondere bei Verstopfung sofortige Abhilfe zu schaffen. Dieses Verfahren hat sich bis heute kaum geändert.

Es ist allerdings aufgrund neuzeitlicher Technik noch wirksamer und vor allem frei von unangenehmen Begleitumständen geworden. Die derzeitig praktizierte Form der Colon-Hydro-Therapie kommt aus den USA und wird seit vielen Jahren, vornehmlich von Heilpraktikern, praktiziert – und zwar weniger zur Behebung von Verstopfung als vielmehr zu einer intensiven Darmreinigung. Der unschlagbare Vorteil der CHT jedoch ist, dass man – sobald das Wasser im Darm ist – nicht zur Toilette gehen muss. Bei der CHT wird jetzt nämlich über ein geschlossenes System das Wasser mitsamt dem gelösten Darminhalt durch einen Abflussschlauch völlig geruchlos und sauber in die Kanalisation geleitet.

Basenkur

Die ideale Entsäuerungs-Kur! Sie ist einfach in der Anwendung und effektiv in der Wirkung. Die Basen-Kur enthält einen basischen Tee zur inneren Entsäuerung, ein basisches Bad zur Entsäuerung über die Haut sowie einen Mineralstoffkomplex zur Remineralisierung des Körpers. Mit der Unterstützung Ihres Säure-Basen-Haushaltes sind Sie auf dem richtigen Weg - zurück zur Gesundheit.
Ein wichtiges Regulationssystem im menschlichen Körper ist der Säure-Basen-Haushalt. Er hält das Verhältnis von Säuren und Basen im Körper mit Hilfe verschiedener Stoffwechselvorgänge konstant. Die Messgrösse für den Säure-Basen-Haushalt ist der pH-Wert, der in den verschiedenen Organen und Körperflüssigkeiten wie Blut, Lymphe, Speichel oder Urin sehr unterschiedlich ist.

Im Magen herrscht zum Beispiel ein pH-Wert von 1 bis 5, damit die Nahrung und insbesondere das Eiweiss aufgespaltet werden kann.

Im Dünndarm liegt der pH-Wert über 7, so dass hier Enzyme zur Kohlenhydratverdauung aktiv werden können. Der Dickdarm hat einen pH-Wert von 6-7. Der pH-Wert liegt in den meisten Körperzellen bei etwa 7 und im Blut bei 7,4. pH-Werte unter 7 sind sauer, pH-Werte über 7 basisch.

In verschiedenen Körperflüssigkeiten wie dem Blut muss der pH-Wert konstant gehalten werden, denn kleinste Verschiebungen können den Stoffwechsel gravierend beeinträchtigen und den Körper stark belasten.

Bioresonanz Therapie

Konzept und Wirkung

Die Bioresonanztherapie (griech. bios = Leben, lat. resonare = mitschwingen, widerhallen) ist eine Regulationstherapie, die die körpereigenen Regulations- und Selbstheilungskräfte stärken soll. Sie wurde in den 1970er Jahren von dem Arzt Franz Morell und dem Elektroingenieur Erich Rasche (Mora-Therapie) begründet. Basis ist der Gedanke, dass jeder Mensch ein elektromagnetisches Feld erzeugt, das alle biochemischen Vorgänge im Körper optimal steuert und bei jedem Menschen ein individuelles Schwingungsspektrum hinterlässt. Belastende Faktoren wie chronische Entzündungsherde, psychischer Stress, klimatische oder geografische Einflüsse, Allergene, Schwermetalle oder andere Toxine sollen so genannte „Störschwingungen“ verursachen, die das individuelle „gesunde“ Schwingungsspektrum beeinflussen. Basierend auf dieser Idee haben im Laufe der Zeit verschiedene Firmen die hierfür erforderlichen Diagnose- und Therapiegeräte entwickelt.

Bei der Bioresonanztherapie werden die elektromagnetischen Schwingungen des Patienten gemessen (s. u.). Das Messgerät trennt „gesunde“ von „krankhaften“ Schwingungen; letztere werden spiegelbildlich verwandelt, also quasi „umgedreht“ und dem Patienten wieder zugeleitet. Die so erzeugten Gegenschwingungen sollen die störenden Faktoren abschwächen und die krankmachenden Informationen bei mehrmaliger Anwendung neutralisieren können. Mit Hilfe einer Becherelektrode ist es möglich, auch Körperflüssigkeiten wie Eigenblut, pflanzliche oder homöopathische Medikamente etc. in die Therapie einzubeziehen.

Die Bioresonanztherapie ist wissenschaftlich nicht anerkannt. Sie gehört wie z. B. auch die Homöopathie zu den Verfahren der Regulativen Medizin. Heilpraktiker und Patienten berichten übereinstimmend von guten Erfahrungen mit der Therapie.


Anwendung
Bei der Bioresonanztherapie werden an den Händen des Patienten, seinen Füßen, über Organen oder an Akupunkturpunkten Elektroden angebracht, die seine individuellen Schwingungen messen und an ein spezielles Gerät weiterleiten. Das ist völlig schmerzlos und dient dem Heilpraktiker dazu, herauszufinden, ob und welche Unverträglichkeiten vorhanden sind, ob bestimmte Organe geschwächt sind oder ob Giftstoffe negative Auswirkungen auf den Körper haben etc.

Während der Behandlung kann der Patient entspannt sitzen oder liegen, sie dauert in der Regel zwischen 5 und 30 Minuten. Die Anzahl der Behandlungen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Während der Behandlung informiert der Patient seinen behandelnden Heilpraktiker über jegliche Veränderungen seines Befindens.

Anwendungsbeispiele (alphabetisch)

Die Bioresonanztherapie wird vor allem therapeutisch eingesetzt, sie kann aber auch der Diagnose (z. B. von Allergien) dienen. Zu ihrem Einsatzbereich zählen z. B.:

    Allergien
    Asthma
    Blasenentzündung
    Bronchitis
    Chronisch-degenerative Erkrankungen
    Immunschwäche und Infektneigung
    Migräne
    Nierenerkrankungen

    Schmerzzustände
    Schwermetall- oder Toxinbelastungen

Blutdunkelfeld Diagnose

Die Dunkelfeld-Blutdiagnostik ist eine spezielle Untersuchungs- Methode des lebendigen Blutes unter dem Mikroskop. Es geht dabei um eine qualitative Betrachtung, die sich vom allgemein bekannten schulmedizinischen Blutbild unterscheidet, bei dem die Mengenverhältnisse der einzelnen Blutkörper den Schwerpunkt bilden.

Bevor Krankheiten (akute und chronische) entstehen, kann man mit Hilfe der Blut-Dunkelfelduntersuchung Vorzeichen in Form von Veränderungen und Belastungen der Blutzellen, der Viskosität sowie der Übereiweißung feststellen und die Ursachen für Krankheiten finden. Nun kann der Heilungsprozess mit Hilfe homöopathischer, isopathischer und rein pflanzlicher Medikamente eingeleitet werden.

Blutegeltherapie


Der therapeutische Einsatz von Blutegeln (Hirudo medicinalis officinalis) gehört zu den ältesten dokumentierten naturheilkundlichen Ausleitungsverfahren. Dies sind Verfahren, die durch Schaffung einer künstlichen Öffnung dazu beitragen, dass der Körper schädigende Stoffe ausschwemmen kann. In  Europa erstmals um 200 v. Chr. erwähnt, erlebt die Methode derzeit eine Renaissance in Heilpraktikerpraxen, aber auch in der Chirurgie.

Das Wirkspektrum des Blutegels ist breit gefächert und hat ihm den Beinamen „lebendige Medizin“ eingebracht. Es beruht im Wesentlichen auf zwei Faktoren: Zum einen kommt der geringe Blutverlust (s. u.) einem sanften Aderlass gleich. Er führt zu einer lokalen Entstauung des Gewebes, wirkt blutverdünnend, entzündungshemmend und leitet Toxine und Stoffwechselprodukte aus. Zum anderen finden sich im Speichel des Blutegels über 20 verschiedene Substanzen unterschiedlichster Wirkung und Wechselwirkung, darunter die Blutgerinnungshemmer Hirudin und Calin sowie das schmerzstillende und entzündungshemmende Eglin.

Zusammenfassend wirkt die Blutegel-Therapie

    gerinnungshemmend und ausleitend
    lymphstrombeschleunigend und entschlackend
    blutverdünnend und antithrombotisch
    indirekt immunstärkend
    gefäßkrampflösend und schmerzstillend

Schröpfen

Konzept und Wirkung

Das Schröpfen zählt zu den ältesten Therapieverfahren und wurde schon ca. 3000 v. Chr. auf einem mesopotamischen Arztsiegel dargestellt. Im klassischen Griechenland gab es sogar einen Gott des Schröpfens – Telesphorus – und die Schröpfglocke war Emblem der Ärzte. Auch im ägyptischen Altertum, in China und im indischen Ayurveda war das Schröpfen bereits Teil therapeutischer Maßnahmen.

Schröpfen zählt zu den aus naturheilkundlicher Sicht ausleitenden Verfahren (Ab- und Ausleitungsverfahren), deren Ziel es ist, schädliche Stoffe oder krank machende Substanzen aus dem Körper zu entfernen. Unterschieden werden blutiges Schröpfen, trockenes Schröpfen und die Schröpfkopfmassage. Beim Schröpfen werden unter Vakuum stehende Schröpfgläser auf die Haut, hauptsächlich auf den Rücken (seltener z. B. über der Leber, auf Brust, Bauch oder Oberschenkel), aufgesetzt.

Einerseits verbessert das Schröpfen die lokale Durchblutung, den Lymphfluss und den Stoffwechsel im behandelten Hautareal, lockert in der betreffenden Region Verspannungen und Verhärtungen (Gelosen) und kann Schmerzen lindern. Andererseits befinden sich am Rücken auch bestimmte Schröpfzonen, die als Reflexzonen gelten und mit inneren Organen und Organsystemen in Verbindung stehen. Diese können durch das Schröpfen positiv beeinflusst werden.

Außerdem wird durch das Schröpfen das Immunsystem angeregt und das Nervensystem harmonisiert (vegetative Umstimmung). Bei konstitutioneller Schwäche (Asthenie) kann das Schröpfen kräftigend und anregend wirken.

Anwendung

Trockenes Schröpfen

Das trockene Schröpfen wird bei sogenannten „Kälte-“ oder „Leere-Zuständen“ angewendet. Sie sind gekennzeichnet durch schlecht durchblutete, „sulzig“-kühle, blasse Gelosen (Verhärtungen). Beim trockenen Schröpfen entfällt das Anritzen der Haut, die Schröpfgläser werden auf die intakte Haut aufgesetzt. Der Unterdruck in den Schröpfgläsern führt zu einer stärkeren Durchblutung des Gewebes, steigert dort den Stoffwechsel und wirkt aktivierend und kräftigend. Nach ca. 10-15 Min werden die Gläser wieder entfernt. Es bildet sich ein Bluterguss (Hämatom), welcher wesentlich für den Therapieeffekt ist und nach wenigen Stunden oder Tagen abgebaut wird.

Elektroakupunktur nach Voll (EAV)


Konzept und Wirkung

Die Elektroakupunktur nach Voll ist das älteste und am häufigsten genutzte elektrische Diagnose- und Therapieverfahren in der Naturheilkunde. Der deutsche Arzt Dr. med. Reinhold Voll (1909­-1989) entwickelte in den 1950er Jahren gemeinsam mit dem Ingenieur Fritz Werner ein Gerät, mit dem Akupunkturpunkte exakt zu orten und ihr Energiezustand zu messen sind. Grundlage ihrer Entwicklung ist ein Gedanke der Traditionellen Chinesischen Medizin: Die genau definierten Punkte an der Hautoberfläche, die sogenannten Akupunkturpunkte, stehen über Energiebahnen (Meridianen) mit Organen in Verbindung. Zwischen beiden besteht deshalb

eine reflektorische Beziehung bzw. eine Wechselwirkung. Das EAV-Gerät misst nun die Leitfähigkeit des Gewebes, den sog. Organwiderstand, in diesen speziellen Punkten (der sich deutlich von denen an anderen Stellen unterscheidet). Der gemessene Wert lässt diagnostische Rückschlüsse auf den funktionellen Zustand des korrespondierenden Organs (Organsystems) zu.

Ein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit der EAV konnte in Studien bisher nicht erbracht werden. Heilpraktiker und Patienten berichten aber übereinstimmend von guten Erfahrungen mit Diagnose und Therapie.

Anwendung
Um einen vollständigen Überblick über den energetischen Zustand aller Organe des Körpers zu erhalten, findet zunächst an ca. 100 Punkten an Händen und Füßen eine Messung statt. Dazu hält der Patient eine Elektrode in einer Hand, während der Behandler an der anderen Hand mit einer feinen Messelektrode die Punkte abtastet. Dabei fließt ein für den Patienten nicht fühlbarer Strom, der vom zugehörigen Organ "beantwortet" wird.  Die Höhe der gemessenen Werte gibt Auskunft darüber, ob sich das entsprechende Organ in einem energetischen Gleichgewicht befindet oder ob dort degenerative oder entzündliche Prozesse stattfinden.

Therapeutische Nutzung
Zur therapeutischen Nutzung der EAV wird der jeweilige Akupunkturpunkt mit einem bestimmten Reizstrom stimuliert. Diese therapeutische Elektroakupunktur kann auch mit einer herkömmlichen Akupunktur kombiniert werden und diese unterstützen. Auch eine großflächige Behandlung mit niederfrequentem Reizstrom zur Behandlung von Schmerzen ist möglich.

Häufig wird nach der Diagnose (s. o.) mit den dabei ausgewählten Medikamenten therapiert. Eingesetzt werden dann z. B. homöopathische Präparate oder Nosoden (Substanzen, die eigentlich krankheitserregend sind, aber durch homöopathische Verdünnung eine heilende Wirkung entfalten sollen).

Die EAV kann diagnostisch und therapeutisch genutzt werden z. B. bei allergischen Reaktionen und Unverträglichkeiten, Befindlichkeitsstörungen, Erkrankungen innerer Organe oder Schmerzen.

Vitamintherapie

Über die hoch­do­sierte ­Vit­amin­the­ra­pie hin­aus möch­ten wir im Fol­gen­den auf die Or­tho­mo­le­ku­la­re Me­di­zin im Rah­men der kom­ple­men­tä­ren Tu­mor- und Krebs­the­ra­pie ein­ge­hen.

Grund­la­ge für den Er­halt und die Wie­der­her­stel­lung der Ge­sund­heit ist auch in der Tu­morthe­ra­pie ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­run­g. Un­ser Or­ga­nis­mus nimmt ne­ben Sau­er­stoff die not­wen­di­gen che­mi­schen Bau­stof­fe für al­le Stoff­wech­sel­vor­gän­ge durch die Ernäh­rung auf.

Di­ver­se Un­ter­su­chun­gen zei­gen jedoch, dass ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Kost mit Ei­weißen, Koh­len­hy­dra­ten und Fet­ten nicht aus­reich­t, um al­le Nähr­stof­fe zu­zu­füh­ren, die für ei­nen ge­sun­den Zell­stoff­wech­sel, den ent­spre­chen­den Ener­gie­haus­hal­t, die Zell­re­ge­ne­ra­ti­on und die Steue­rung der Kör­per­funk­tio­nen not­wen­dig sin­d.

Zum ei­nen hat die Qua­lität un­se­rer Nah­rungs­mit­tel deut­lich nach­ge­las­sen, zum an­de­ren sind vie­le der so ge­nann­ten Vi­tal­stof­fe nicht mehr in aus­rei­chen­der Men­ge in un­se­rer Nah­rung vor­han­den. Un­ser Kör­per ist da­her auf er­gän­zen­de Vi­tal­stof­fe in Form von Vit­ami­nen und Spu­ren­ele­men­ten, Fet­ten, Ami­no­säu­ren und En­zy­men an­ge­wie­sen. Die­se Er­kennt­nis macht sich die Or­tho­mo­le­ku­la­re Me­di­zin zu Nut­ze und sub­sti­tu­iert die­se Stof­fe. Da­mit sol­len Man­gel­er­schei­nun­gen vor­ge­beug­t und De­fi­zi­te aus­ge­gli­chen wer­den.

Bei vie­len Krank­hei­ten, ins­be­son­de­re bei Krebs­lei­den, zeigt sich ein deut­lich er­höh­ter Be­darf an Vi­tal­stof­fen. Ge­ra­de Krebs­pa­ti­en­ten ha­ben oft ein aus­ge­präg­tes Miss­ver­hält­nis von Ka­lo­ri­en- und Vi­tal­stoff­zu­fuhr, ei­ne be­ein­träch­tig­te Le­ber-, Dar­m- und Nie­ren­funk­ti­on so­wie ei­ne Schwächung des Im­mun­sy­stem­s. Letz­te­res ist häu­fig auch durch die chemotherapeutischen, radiologischen und operativen The­ra­pien be­ding­t, die zahlreiche Nebenwirkungen haben.

Eigenbluttherapie

Konzept und Wirkung

Die Eigenbluttherapie gehört als unspezifische Reiztherapie (Umstimmungstherapie) zu den klassischen naturheilkundlichen Verfahren. Bei der Eigenbluttherapie wird dem Patienten Blut aus der Vene entnommen und i. d. R. dann in den Gesäßmuskel oder die Haut zurückgespritzt (s. u.). Je nach Erkrankung wird das Blut unverändert weiter verwendet, mit homöopathischen bzw. naturheilkundlichen Mitteln vermischt oder mit reinem Sauerstoff bzw. medizinischem Ozon versetzt (siehe hierzu auch Sauerstofftherapien und Ozontherapie).

Das eigene Blut wird nach dem Aufenthalt außerhalb des Körpers von diesem als „fremd“ angesehen und löst so eine Immunreaktion des Körpers aus bzw. stimuliert dessen körpereigene Abwehr.

Ein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit der Behandlung mit Eigenblut konnte in Studien bisher nicht erbracht werden. Heilpraktiker und Patienten berichten aber übereinstimmend von guten Erfahrungen mit der Therapie.

Anwendung

Bei der Behandlung wird eine kleine Menge Blut i. d. R. aus der Armvene entnommen. Begonnen wird häufig mit 0,5-1 ml Blut, dann kann schrittweise auf bis zu 5 ml erhöht werden. Häufig wird hier, abhängig von der Indikation, nach der Arndt-Schulz-Regel verfahren: „Kleine Reize fachen die Lebenstätigkeit an, mittlere Reize fördern sie, starke hemmen sie, stärkste heben sie auf“. Das entnommene Blut wird unverändert oder mit Wirkstoffen versetzt in den Gesäßmuskel oder in Akupunktur- bzw. Schmerzpunkte unter der Haut (subcutan) gespritzt oder als Infusion gegeben. Spezielle Firmen können aus Eigenblut auch Tropfen herstellen. Das Blut wird dann häufig aus dem Ohrläppchen entnommen und homöopathisch aufbereitet. Dieses Verfahren ist besonders geeignet für Kinder und Menschen mit Spritzenangst. Ihr Heilpraktiker berät Sie auch dazu gerne.

In der Regel werden 8-18 Behandlungen durchgeführt. Je nach Erkrankung sind ein Termin oder mehrere pro Woche sinnvoll. Bei akuten Erkrankungen (z. B. Infekten) kann eine tägliche Eigenblutgabe angebracht sein, bei chronischen Verläufen auch nur eine wöchentliche. Nach Abschluss einer Behandlungsserie kann nach einer Pause ein weiteres Intervall folgen.


Ernährungskonzepte

Grundlagen gesunder Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden. Die richtige Auswahl, Menge und Qualität der Lebensmittel entscheidet darüber, wie gut der Körper „funktioniert“, wie erfolgreich er sich gegenüber „Angriffen“ (z. B. durch Viren, Schadstoffe) schützen kann, wie schnell er mit Erkrankungen (z. B. Infektionen) fertig wird und wie wohl und leistungsstark sich ein Mensch fühlt. Die individuell richtige Kombination aus Kohlenhydraten, Fetten, Eiweißen, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffe kann wirksam Krankheiten vorbeugen (Prävention), die Gesundheit erhalten oder wiederherstellen und bei chronischen Erkrankungen die Lebensqualität wesentlich verbessern. Schon der berühmteste Arzt des Altertums, Hippokrates (460-377 v. Chr.), formulierte: „Lass Nahrung Deine Medizin sein und Medizin Deine Nahrung!“.

Eine spezielle, individuell zugeschnittene Ernährungstherapie ist heute Bestandteil vieler naturheilkundlicher Behandlungskonzepte, der Erfolg einiger spezieller Ernährungskonzepte ist auch wissenschaftlich belegt (s.u.). Gerade Heilpraktiker kümmern sich, ihrem ganzheitlichen Behandlungsansatzes verpflichtet, auch um die vielen nicht offensichtlichen Zusammenhänge zwischen Ernährung und verschiedensten Beschwerdebildern (s.u.) wie z. B. Infektanfälligkeit, Migräne, Schlafstörungen, Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern u. v. m.

Die Vielzahl bewährter Ernährungstherapien unterscheidet sich wesentlich in Inhalt und Zielsetzung. Einige sind als Dauerkost lebenslang für eine gesunde Ernährung geeignet, so z. B. die vollwertige oder die mediterrane Ernährung. Sie sind sowohl zur Gesunderhaltung als auch bei einigen schon bestehenden Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauferkrankungen) in Rücksprache mit dem behandelnden Heilpraktiker oder Arzt empfehlenswert.

Auch bei Allergien oder insbesondere Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. bei Gluten- oder Laktose-Unverträglichkeit) kann eine dauerhafte Ernährungsumstellung wesentlich zur Verbesserung oder sogar Abklingen der Beschwerden und Steigerung der Lebensqualität beitragen.

Andere Ernährungskonzepte werden als Kuren nur für einen bestimmten Zeitraum durchgeführt wie z. B. die F.-X.-Mayr-Kur. Wie auch bei den Diäten (griech. „diaita“ = Lebensführung, Lebensweise) liegt der Hauptaugenmerk auf der Auswahl bestimmter Lebensmittel. Dabei kann die Aufnahme der grundlegenden Bausteine der Nahrung (s. o.) vermindert oder erhöht sein. Zeitlich begrenzte Kuren und Diäten dienen vor allem der Reinigung und Stärkung des Organismus und können sowohl bei gesunden Menschen als auch bei bestehenden Erkrankungen sinnvoll sein.

Zentral im Stoffwechsel: Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Mineralstoffe
Es gibt verschiedene Arten von Stoffwechsel, zum Beispiel benannt nach den Substanzen, die dabei verarbeitet werden:
    • Kohlenhydratstoffwechsel: In der Verdauung wurden die komplexen Kohlenhydrate aus der Nahrung in Einfachzucker (zum Beispiel Glukose, Fruktose) zerlegt. Die Zuckermoleküle gelangen über das Blut in die Zellen, wo der eigentliche Stoffwechselprozess stattfindet. Der Körper kann aus den Einfachzuckern Energie gewinnen. Steht gerade genügend Energie zur Verfügung, wird der Einfachzucker in der Leber und der Muskulatur zu neuen Stärkemolekülen (Mehrfachzucker) zusammengesetzt und gespeichert.
    • Eiweißstoffwechsel (Aminosäurestoffwechsel): Bei der Verdauung von Eiweißen entstehen Aminosäuren. Diese gelangen über die Blutbahn in die Zellen. Dort dienen sie einerseits zur Energiegewinnung; andererseits benötigt sie der Körper zum Aufbau von Muskelzellen, Hormonen und Enzymen.
    • Fettstoffwechsel: Fett dient der Energiegewinnung in den Zellen und ist außerdem der wichtigste Energiespeicher. Schließlich wird Fett unter anderem für die Bildung von Hormonen und Botenstoffen benötigt. Was der Körper nicht braucht, speichern die Fettzellen für "schlechte Zeiten".
    • Mineralstoffwechsel: Hier wird zum Beispiel Kalzium und Phosphor zum Aufbau der Knochen bereitgestellt. Kalziumionen sind etwa auch für die Muskelarbeit unerlässlich.
Anaboler und kataboler Stoffwechsel
Im Zusammenhang mit Stoffwechsel hört man auch oft Begriffe wie Anabolismus und Katabolismus – beides sind Formen und Phasen des Metabolismus, also des Stoffwechsels.
    •    Anabolismus: So bezeichnet man bei Lebewesen den Aufbau von Stoffen. Als Beispiel kann wiederum der Kohlenhydratstoffwechsel dienen: Ein Teil der Einfachzucker, die vom Blut in die Zellen gelangen, wird in der Leber und den Muskelzellen wieder zu Stärkemolekülen aufgebaut und gespeichert. Im engeren Sinn wird Anabolismus oft mit Eiweißaufbau, speziell in Muskeln, in Verbindung gebracht.
    •    Katabolismus: So wird der Abbau von Stoffwechselprodukten von komplexen zu einfachen Substanzen genannt, um daraus Energie bereitzustellen. Anders gesagt: Die in den verschiedenen Depots gespeicherten Nährstoffe werden wieder in ihre Einzelbestandteile abgebaut und verbraucht, wenn der Körper Energie benötigt.
Um beim Beispiel Kohlenhydratstoffwechsel zu bleiben: Im anabolen Stoffwechsel wurde Stärke in der Leber und Muskulatur gespeichert. Im katabolen Stoffwechsel wird diese Stärke wieder zu Einfachzuckern abgebaut und dem Körper in Form von Glukose zur Verfügung gestellt, so dass der Blutzuckerspiegel konstant bleibt und die Muskeln daraus Energie gewinnen können.